Werbinich : Ansteckendes Engagement

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Mit 42 000 Euro unterstützen Banken und die Universität der Künste eine einzige Weddinger Grundschule, damit Schauspielerinnen den Kindern in den Deutschstunden Märchen erzählen können. Das motiviert die Schüler zum Deutschlernen und ist natürlich wunderbar. Wie wir vergangene Woche berichteten ist der Geldsegen den hervorragenden Kontakten einer engagierten Berlinerin zu verdanken. Schulen, deren Drähte nicht in die Vorstandsetagen von Banken reichen, müssen aber nicht traurig sein.

Denn ihnen kann die Lesepateninitiative des Bürgernetzwerkes helfen, das der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Das Netzwerk ist äußerst erfolgreich. Auf die Aufrufe zur Mitarbeit unter anderem im Tagesspiegel haben sich fast 700 Berliner gemeldet, die mittlerweile an 50 Grundschulen vor allem in den so genannten Problemkiezen mit den Kindern ehrenamtlich Lesen üben. Es werden fast täglich mehr, die sich der Initiative anschließen, offenbar macht die Arbeit so viel Spaß. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen und darf als Dankeschön zu Generalproben bei den Berliner Philharmonikern und ins Deutsche Theater, er kann an Sonderführungen in den Museen und im Kanzleramt teilnehmen. Wenn das nicht ansteckend ist! clk

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