Werbinich : Antrittsbesuch mit Symbolwert

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Der neue Bildungssenator geht langsam, aber sicher auf Tuchfühlung mit der Basis. Nachdem er sich im Abgeordnetenhaus umgesehen hat, steht in dieser Woche Jürgen Zöllners erster Schulbesuch an. Viele mögen gerätselt haben, welche Schulform diese Aufmerksamkeit als Erstes erringen würde. Würde es eine Hauptschule sein, weil die Hauptschulen es am schwersten haben? Würde es – wie bei Vorgänger Böger – eine Gesamtschule sein, um Interesse an Vorbildern für das rot-rote Projekt „Gemeinschaftsschule“ zu zeigen? Oder eine Realschule, weil diese Schulen so schön unauffällig ihre Arbeit machen. Oder doch eine Grundschule, wo die Basis für alles Weitere gelegt wird.

Fehlanzeige. Zöllner hat wohl Lust, die Genossen ein bisschen zu ärgern, denn er macht seinen Antrittsbesuch – in einem Gymnasium. Nun gut, es ist kein grundständiges, keine Latein- oder Schnellläufer-Kaderschmiede. Und es ist eines im Ost-Teil, denn West-Gymnasien kennt der Sozialdemokrat schon aus Rheinland-Pfalz. Aber im Grunde ist es auch gleich, wo er antritt, denn das Hauptthema dürfte sowieso der Reformwirrwarr gepaart mit dem Personalmangel sein – dafür werden Eltern, Lehrer und Schüler der John-Lennon-Schule in Mitte gewiss sorgen. sve

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