Werbinich : Antworten auf Lebensfragen

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DIE KOMMISSION

Zur Rahmenplankommission gehörten Lehrer, die Erfahrungen mit dem Modellversuch Ethik/Philosophie hatten sowie Volker Gerhardt vom Lehrstuhl für praktische Philosophie an der HU, der Moralphilosoph Héctor Wittwer (HU) sowie von der TU der Philosoph Walter Pfannkuche.

DIE ZIELE

Der Rahmenplan verpflichtet die Ethiklehrer, bekenntnisfrei und weltanschaulich neutral, aber „im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie, und der Freiheit, zur Toleranz und zur Achtung anderer Überzeugungen... und zur Vermeidung gewaltsamer Konfliktlösungen“ zu erziehen.

DIE SCHWERPUNKTE

Der Plan orientiert sich an den Tugenden, die bereits Sokrates formulierte: Gerechtigkeit, Weisheit und Zivilcourage (Tapferkeit). Er enthält sechs Themenfelder, die jeweils aus individueller, gesellschaftlicher und ideengeschichtlicher Perspektive betrachtet werden:

– Identität, Freundschaft und Glück (Wer bin ich? Was möchte ich erreichen?)

– Freiheit, Verantwortung und Solidarität (Selbstbestimmung und ihre Begrenzung durch gesellschaftliche Regeln)

– Gleichheit, Recht und Gerechtigkeit (Grenzen des Gehorsamsanspruchs, Pflicht zum Widerstand)

– Diskriminierung, Gewalt und Toleranz (Formen der Feindesliebe in der Ethik der Weltreligionen)

– Schuld, Pflicht und Gewissen (Unterschied zwischen moralischer und rechtlicher Schuld)

– Wissen, Hoffen und Glauben (Die Grenzen der Erkenntnis, Wiedergeburt, Sinn des Lebens). sve

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