Werbinich : Arche-Schule startet mit nur 15 Kindern Schäden am Gebäude verunsicherten Eltern

Sandra Stalinski

Alles sah so vielversprechend aus: Geplant war eine dreizügige Grundschule der Jahrgangsstufen 1–6 in Marzahn-Hellersdorf, die ihr Hauptaugenmerk auf die Förderung sozial schwacher Kinder legt. Anfangen wollte man jetzt zunächst mit vier Klassen. In der vergangenen Woche begann in der neuen Arche-Schule allerdings lediglich für fünf Zweitklässler der Unterricht. Gerade mal zehn Erstklässler sind gestern zu der jahrgangsübergreifenden Klasse dazugestoßen. Grund für die wider Erwarten geringe Nachfrage waren laut Schulträger Schwierigkeiten bei der Gebäudesuche. Auf der Interessentenliste für den Schulanfang hätten ursprünglich rund 40 Kinder gestanden. „Wir konnten den Eltern aber erst fünf Wochen vor Schulbeginn mitteilen, dass wir jetzt definitiv ein Schulhaus haben“, so Clemens Volber, der Vorsitzende des Trägervereins „Freie Evangelische Schulen Berlin“. Da seien viele verunsichert gewesen und abgesprungen.

Eigentlich sollte der Betrieb in der Tangermünder Straße aufgenommen werden. Wegen eines Einbruchs mit starken Vandalismusschäden wird das Haus allerdings erst in zwei Jahren nutzbar sein. Das dann aufgefundene Übergangsquartier am Naumburger Ring nahm bei einem Brand Schaden, wodurch das Projekt nochmals zurückgeworfen wurde.

Doch der steinige Weg begann nicht erst mit den baulichen Problemen. Schon Anfang des Jahres kam es zu Verzögerungen, da der von der PDS geführte Bezirk das Projekt des bundesweit bekannten christlichen Kinder- und Jugendwerks Arche zu behindern schien. Inzwischen hat man sich geeinigt, sodass die Schule, die durch ihr besonderes Konzept soziale Ungerechtigkeit ausgleichen will, doch noch starten konnte.

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