Werbinich : Berliner Schulmesse zeigt neue Lernmethoden

Reinhart Bünger

Für das schlechte Abschneiden deutscher Schüler in den Pisa-Tests werden viele verantwortlich gemacht: Eltern ohne Interesse an Schule, Kinder ohne Disziplin, Bildungspolitiker ohne Geld und Lehrer ohne Lust. Die Ergebnisse der Pisa-Tests von 2003 legen einen weiteren Schluss nahe: Bessere Leistungen könnten erreicht werden, wenn sich die Schulen neuen Lern- und Lehrmethoden stärker öffnen würden. Praktischen Anschauungsunterricht bietet dafür ab kommenden Montag die größte regionale Messe für Bildung. Unter dem Motto „Schule wagt Veränderungen“ finden drei Tage lang die „Schultage Berlin-Brandenburg 2006“ statt.

Der Veranstalter, die Firma Erstling Lern- und Lehrmittel, erwartet rund 10 000 Lehrer, Dozenten, Seminarleiter, Erzieher, Referendare sowie Experten aus den Schul- und Senatsverwaltungen, die sich an über 130 Ständen über Neuerungen austauschen können. „Schule muss Schüler mehr denn je in die Praxis führen“, sagte Schulsenator Klaus Böger (SPD) in einem Grußwort zur Messe, die zum neunten Mal öffnet. Schulporträts im Internet zeigen, dass Schulen und Lehrer sich auf diesen Weg gemacht haben. Selbst das virtuelle Lehrerzimmer ist keine Fiktion mehr. Auf der interaktiven Plattform „www.innovative-teachers.de“ treffen sich Lehrer, um einen modernen Unterricht vorzubereiten.

Von der Akademie für Internationale Bildung über Fachgeschäfte und Verlage bis hin zum Bielefelder Hans Zybura, der auf der Bildungsmesse Lehr- und Lernsoftware anbietet, sind alle vertreten, die in der Bildungsbranche einen Namen haben. In einem Rahmenprogramm mit über 80 Veranstaltungen werden Theorie und Praxis des Unterrichtens neu durchdekliniert.

„Schultage Berlin-Brandenburg“, 27. bis 29. März, Ullsteinhaus in Tempelhof (U-Bhf. Ullsteinstraße.), täglich 10 bis 18 Uhr, Eintritt drei Euro, kostenloser Eintritt bei Online-Anmeldung unter www.schultage.de

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