Werbinich : Bloß nicht durchhängen

Ruth Appel[16 Jahre]

Ich liege am Strand, schlürfe einen Cocktail und tauche dann ins Meer. Sommerferien!

Moment, so ganz trifft das doch nicht zu. Ich dachte da eher an Workshops, zum Beispiel Radiomachen lernen oder auf die Medienmesse in Köln, Zeit habe ich auch für meinen abzuarbeitenden Papierstapel eingeplant und wie wäre es mit einer Sprachreise?

Ein bisschen Intensivkurs für die Oberstufe kann sicher nicht schaden. Klingt wie ein schlechter Witz, ist aber

keiner.

Es gibt genug Leute, mich einbezogen, die ihre Freizeit nutzen, quasi als Bildungsferien. Der Traum der Lehrer scheint sich bei vielen erfüllt zu haben, die Schüler lernen freiwillig außerhalb der Schule! Eine Woche Englandurlaub ist out, drei Wochen Sprachreise mit sechs Stunden Sprachkurs täglich müssen her – damit man in der Schule mithalten kann und nach den Ferien nicht durchhängt. Das sieht nicht jeder so, aber mit steigendem Alter und immer zukunftsorientierteren Eltern und Schülern sind die Bildungsferien auch kein Sonderfall mehr.

Ruth Appel, 16 Jahre

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