Werbinich : Condoleezza Rice?

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Condoleezza Rice ist von George W. Bush zur neuen Außenministerin den USA ernannt worden. Wie kam es dazu?

Colin Powell, der bisher Außenminister war, ist von seinem Amt zurückgetreten.

Was hat Rice bisher so gemacht?

Sie war vier Jahre lang die Sicherheitsberaterin des Präsidenten. Bush und Rice haben alle wichtigen Entscheidungen gemeinsam besprochen, er bezeichnet sie als seine Freundin und enge Vertraute. Manchmal nennt er sie Condi.

Und sie nennt ihn Georgie?

Darüber weiß man nichts. Aber sie verstehen sich so gut, dass Rice einmal bei einem wichtigen Abendessen im Weißen Haus versehentlich von „ihrem Mann“ gesprochen hat, als sie eigentlich George W. Bush meinte.

Hui.

Ja, ganz schön heikel.

Wo kommt Condoleezza Rice her?

Aus dem Bundesstaat Alabama. Später hat sie in Denver studiert. Alle sagen über sie, sie sei wahnsinnig schlau und gebildet und auch noch musikalisch begabt. Als Condoleezza vier Jahre alt war, hat sie ihr erstes Klavierkonzert gegeben.

Na ja, schlau und gebildet sollte man als Außenministerin auch sein, oder?

Klar. Ihre Eltern sollen ihr früher immer gesagt haben: Wenn du was werden willst als schwarze Frau, musst du doppelt bis dreifach, wenn nicht sogar viermal so gut sein wie alle anderen.

Klingt anstrengend …

… hat aber in ihrem Fall funktioniert.

Wie zeigt sich ihre Klugheit?

George W. Bush ist ihr dankbar, weil sie die schwierigsten Zusammenhänge so erklären kann, dass er sie versteht. Wenn er nicht Condi zu ihr sagt, nennt er sie „The Unsticker“.

Anti-Aufkleber, oder was?

Eher ein Lösungsmittel für verworrene Probleme.

Zum Beispiel?

Der Nahe Osten, der Irak, Nordkorea, Iran, internationaler Terrorismus.

Viel Arbeit für die Unstickerin. Aber sind Rice und Bush eigentlich auch mal verschiedener Meinung?

Wenn ja, wird das nicht öffentlich. Mit Colin Powell, Rices Vorgänger, war Bush dagegen oft verschiedener Meinung. Powell hat zum Beispiel seine Zweifel an der Begründung des Irakkriegs herumerzählt.

Und was erzählt Condoleezza Rice so herum?

Dass ihr Traumjob eigentlich eine leitende Funktion in der National Football League wäre. Dann wäre sie aber nicht mehr die wichtigste Frau der Welt. oom

Nicht zu verwechseln mit Uncle Ben, Claus Kleber, Joe Montana und Minu B.

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