Werbinich : „Das werden wir nie vergessen“

Was junge Schreiber mit dem Tagesspiegel bei den Paralympics in Turin erlebten

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„Giornale Paralimpico“ – Paralympics Zeitung: So heißt das viersprachige Blatt, das Schüler der Internationalen Europa-Schule Altiero Spinelli in Turin gemeinsam mit dem Tagesspiegel anlässlich der Winterspiele von Menschen mit Behinderungen erstellten. Die Ausgaben wurden im Deutschen Club, in den paralympischen Dörfern, im Bundestag und im Europaparlament verteilt. Das Bilanzmagazin zu den Spielen, die nach zwei Wochen am Sonntag endeten, ist noch in Arbeit. Anja Rau (18) und Anna Luhn (19) aus Berlin gehören zum Redaktionsteam und haben aufgeschrieben, was sie in Italien erlebten.

Wir kamen mit Herzklopfen und Verspätung am Turiner Flughafen an, gerade rechtzeitig, um die Entfachung des paralympischen Feuers im Stadio Olimpico mitzuerleben. Die Begeisterung im ausverkauften Stadion sprang sofort über. Gleich am nächsten Tag fuhren wir mit italienischen „Kollegen“ in unseren Redaktions-Shirts nach Sestriere, um den Bundespräsidenten auf einer Pressekonferenz zu treffen. Er nahm sich viel Zeit, und wir waren angetan von der Herzlichkeit, die er den Sportlern und uns entgegenbrachte. Wir besichtigten die Austragungsorte, schrieben Artikel und erkundeten das schöne Turin. Einmal war sogar das italienische Fernsehen Rai zu Gast in der Redaktionskonferenz, interviewte uns und sendete einen Beitrag über die Kooperation mit „Der Tagesspiegel, Berlino“.

Auch die Treffen mit dem deutschen Sledge-Eishockeyteam, den Lieblingen der Paralympics, werden wir nie vergessen. Die Jungs haben wir im Stadion Torino Esposizioni interviewt und dann angefeuert – dafür haben wir extra eine deutsche Flagge gekauft. Als absolutes Highlight wurden wir am Ende selbst zu Sportlern: Bei einem Training durften wir uns in die Hockey-Schlitten setzen und einige Runden drehen. Das hat tierisch viel Spaß gemacht. Bei der Paralympics-Abschlussfeier auf dem Piazza Castello am Sonntagabend wurden wir richtig sentimental.

Eine Presse-Akkreditierung als „Sesam-öffne-dich“ zu besitzen, war eine tolle Erfahrung. Und die Begegnungen mit den Menschen haben uns so beeindruckt, dass wir als ehrenamtliche Helfer zu den Winterparalympics 2010 in Vancouver reisen wollen.

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