Werbinich : DER LETZTE SCHREI

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ANZIEHEN

„berlinomat“ schmückt die Frankfurter Allee

Den Mann kann man natürlich nicht kaufen. Das ist Jörg Wichmann von „berlinomat“. Er hat den Laden zusammen mit einer Kollegin aufgemacht, damit die Friedrichshainer endlich mal kapieren, dass es richtig gute Designer in der Stadt gibt, die gar nicht teuer sein müssen. Bei „H&M“ ist es billiger, aber hier bekommt man Designerstücke. Wichmann verkauft auch das eigene „berlinomat“Label. Schick beispielsweise die Jacke rechts im Bild (55,50 Euro)

S+U Frankfurter Allee, Hausnr. 89

ÜBERSCHMINKEN

Wie ein Concealer die Welt verändern kann

Bei „MÄC“ decken sich alle wirklich schönen Frauen dieser Welt mit Schminke ein. Warum eigentlich? Vielleicht liegt es daran, dass man in den Läden nicht von nervigen Parfümeriefachverkäuferinnen belästigt wird. Sondern echte Stylisten sich bemühen, dass das wackelige Selbstbewusstsein wieder stabil wird. Diese Menschen sind Realisten. Sie wollen aus einem keine Tussi machen und zeigen manchmal sogar eine Spur Humor. Neu von „MÄC“ ist dieser Stift hier, mit dem man sich unterwegs unauffällig die Nase nachziehen kann. Er kostet 15 Euro.

MÄC, Rosenthaler Straße 36 oder im KaDeWe

BEIN ZEIGEN

Mini, Mini

Jaja, es gibt dicke Beine, kurze Beine oder sogar dicke und kurze Beine. Aber dieser Minirock von „Miss Sixty“ ist einfach zu schön, als dass es sich lohne würde, über irgendwelche zweitrangigen Figurprobleme nachzudenken. Man beachte nur die pinkfarbenen Ziernähte und den riesigen Knopf, der den hellen Rock zusammen hält. Möglicherweise wird der Sommer 2004 als Minirock-Sommer in die Geschichte eingehen. Und wir waren nicht dabei? Für 84, 90 Euro kann man die Geschichte beeinflussen. Natürlich nur im stehen, denn elegant sitzen kann wirklich niemand in dem Rock.

Miss Sixty, Neue Schönhauser Straße 16, oder bei Energie, Tauentzienstraße 15

AUSRASTEN

Mike Skinner macht uns vollkommen verrückt

Darauf muss man erst mal kommen: sich selbst „The Streets“ zu nennen. Der Brite Mike Skinner hat das gemacht. Jetzt gibt es sein zweites Album – „A Grand Don’t Come For Free“. Es handelt von einem verschwundenen Geldschein, einem kaputten Fernseher, Freunden, denen man nicht trauen kann und einer Freundin, die nicht begreift, wie schwierig immer alles ist. Es geht viel um Alltag bei Skinner, und davon erzählt er uns mit seinem merkwürdigen, hörenswerten Slang. In den letzten zwei Jahren hat Skinner mit seiner ersten Platte „Original Pirate Material“ die Welt bereist. Und vielen Leuten dürfte es so gegangen sein: Man hört die Lieder zweimal, bevor man sich mit den Details seiner Geschichten gut auskennt. Und zum Schluss denkt man, dass man das selbst erlebt hat. Mike Skinner war sieben Jahre alt, als er zum ersten Mal Run DMC und die Beasie Boys gehört hat. „Ich habe einfach versucht, so zu klingen wie die Musik, die ich gut fand, ich wollte Ice Cube sein, aber ich war nunmal ein weißes Kind aus Birmingham. Ich schickte ein paar Sachen raus, aber niemand hat sich dafür interessiert“, sagt Skinner. Na, das ist jetzt anders.

The Streets: „A Grand Don’t Come For Free“, WEA

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