Werbinich : Die gute Fee und die Sache mit der Exponentialfunktion

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Mathematik, 10. Klasse:

Du hast einen Euro. Eine gute Fee macht, dass sich dein Kapital jeden Tag verdoppelt. Wie viel Geld hast du nach 2, nach 3 und x Tagen? Was bedeutet „Exponentialfunktion“?

Vor einigen Wochen fragten wir:

Analysiere Versmaß, Reimart, Reimfolge, Klangfiguren und lyrisches Ich des Gedichtes „Um Mitternacht“ von Eduard Mörike.

„Gelassen stieg die Nacht ans Land,

lehnt träumend an der Berge Wand,

ihr Auge sieht die goldne Waage nun

der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;

und kecker rauschen die Quellen hervor,

sie singen der Mutter, der Nacht, ins Ohr

vom Tage, vom heute gewesenen Tage.

Das uralt alte Schlummerlied,

sie achtet’s nicht, sie ist es müd;

ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,

der flüchtgen Stunden gleichgeschwungnes Joch.

Doch immer behalten die Quellen das Wort,

es singen die Wasser im Schlafe noch fort

vom Tage, vom heute gewesenen Tage.“

Versmaß : Die ersten 4 Verszeilen der ersten und zweiten Strophe = vierhebiger Jambus vorscherrschend/die Verszeilen 5,6 und 14,15 = vierhebiger Daktylus

Reimart: Paarreim und identischer Reim (Tag, Tage) jeweils die letzten zwei Verse der beiden Strophen, auch Kehrreim; unreiner Paarreim: Vers 9 und 10

Reimart, Reimfolge, Klangfiguren:

Alliteration: 4. Vers (Schalen stille)

Anapher: in den letzten beiden Versen beider Strophen; Epipher: in den letzten beiden Versen beider Strophen

Das lyrische Ich tritt in den Hintergrund, ist innerlich als Betrachter beteiligt, ändert in Strophe 2 seinen Standpunkt von einer gleichwertigen Betrachtung der ruhenden Nacht und der rauschenden Quellen zur bevorzugten Stellung der Quellen.

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