Werbinich : Die Liebe

Lisa Friedrich (17)

Streicht eine zarte Frühlingsbrise

Ganz leise durch ihr goldnes Haar;

Und in dem Bann des Liebestaumels,

Vergisst sie das vergangne Jahr.

Die Luft um sie herum, sie riecht nach Blütenduft und neuem Leben.

Sie lässt sich tragen von den Brisen,

Die ihr ganz zarte Flügel geben.

Der Wind fordert sie auf zum Tanzen,

zerzaust ihr Haar, spielt ihr ein Lied.

Und tief aus seinem Sommerherzen

verspricht er ihr,

dass er sie liebt.

Trägt sie hinauf in höchste Höhen

Und zeigt ihr bald, wie einfach man,

zweifelt man nur nicht an der Liebe,

dort mit den Wolken tanzen kann.

Doch es wird Herbst,

der Wind will stürmen,

mal hier mal da weht er umher.

Und während sich

die Wolken türmen,

fällt sie wie Laub zurück zur Erde,

im Regen, der ihr Haar durchnässt,

hört sie ein letztes „Lebewohl“,

bevor er geht und sie verlässt.

Was für ein großes Wort, die Liebe;

Geblieben ist ihr kaltes Herz

Und Tränen füllen ihre Augen,

denkt sie an den vergangnen März.

Doch wenn in diesen Wintertagen

Der Wind die alten Lieder singt,

beginnt ihr kleines Herz zu hoffen,

dass er bald

einen neuen Frühling bringt …

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