Werbinich : Die Welt verändern

Leo Bruckmann[18 Jahre]

Bei der Wahl in zehn Tagen bin ich zum ersten Mal wahlberechtigt. Ich darf zwei Kreuzchen setzen. Und dann? Was zählen diese beiden Kreuzchen auf einem Stück Papier? Einfache Antwort: genauso viel wie jedes Kreuzchen von jedem anderen wahlberechtigten Berliner. Ich darf also zum ersten Mal mein Mitbestimmungsrecht wahrnehmen und die Politik in Berlin ein klein wenig beeinflussen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, die man ernst nehmen sollte.

Also habe ich in letzter Zeit verstärkt den Wahlkampf verfolgt, habe Zeitungsartikel gelesen und bin die Websiten der Spitzenkandidaten durchgegangen.

Ein schwuler Hertha-Fan oder die erste Bürgermeisterin?

Hört sich beides nicht schlecht an. Künast könnte frischen Wind in die Berliner Politik bringen und will laut ihrer Website „eine neue politische Kultur in Berlin etablieren“. Wowereit hat in den letzten zehn Jahren viel für Berlin getan und einiges richtig gemacht.

Richte ich mich bei der Wahl nach einer bestimmten Person oder nach einer Partei? Da stehen ja immerhin 18 zur Auswahl. In nächster Zeit werde ich weiter versuchen auf dem neuesten Stand zu bleiben, um am 18.September eine gewissenhafte Entscheidung, ohne Einfluss von Eltern und Freunden zu treffen. Fest steht auch, dass dieser Tag etwas Besonderes wird, weil ich zum ersten Mal in die Wahlkabine schreiten werde, um die Welt zu verändern. Naja o.k., das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben. Aber verschenken sollte man seine Stimme auch nicht.

Leo Bruckmann, 18 Jahre

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