Werbinich : Die Wendung – Ein Herbstgedicht

Diesmal:

Christoph Hülsen (17)

Kalt, kahl, kristallklar

Kocht die Leere,

Kränkelnd pocht der Welt

Bitterlinde Schwere,

Des steinernen Vorhangs Pracht.

Aus der Müdigkeit Schoß erhebt

Sich der traurige Schatten der Macht,

Als des leidenden Menschen Los erbebt Er willens sich sacht.

* * *

Kein Kranich krächzt

Krachend ins Meer,

Und zusammen die Erde unterm Fuß.

Was ächzt,

Schmerzt den Bittenden sehr.

Was immer sei: Es muss.

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