Werbinich : Eine schlechte Woche

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„Kurz vor acht“ heißt diese Rubrik, aber sie könnte auch „Kurz nach zwölf“ heißen, wenn man einen Blick auf die Ereignisse der vergangenen Woche wirft. Sie begann – noch relativ erfreulich – mit der Neuigkeit, dass Grundschulen mit hohem Migrantenanteil künftig etwas mehr Deutschunterricht erteilen können. Aber diese positive Nachricht hielt nicht lange vor. Denn tags darauf wurde bekannt, dass jetzt auch Grundschulen Brandbriefe schreiben, weil sie ohne Sozialarbeiter nicht weiterkommen mit Kindern, die sich schon mit elf Jahren am „Happy Slapping“, also am Filmen von Gewalttaten, erproben, und auch sonst kaum unter Kontrolle zu bringen sind.

Wohin es aber führt, wenn man die schwierigen Schüler nicht rechtzeitig einfängt, zeigen die Gewaltvorfälle an den Oberschulen, die ebenfalls diese Woche ruchbar wurden: Da brauchte ein Jugendlicher Polizeischutz, weil er geschlagen worden war, und ein Mädchen wurde von vier Oberschülern vergewaltigt; ein fünfter soll die Tat gefilmt haben.

Eine schlechte Schulwoche für Berlin. Ein Desaster. Und selbst die Zusatzmittel für die Grundschulen mir vielen Migranten können nicht trösten. Denn es gibt wegen der vielen Dauerkranken kaum noch Vertretungslehrer. So wird die Deutschförderung das bleiben, was sie immer war: ein Steinbruch zum Mindern des Stundenausfalls. sve

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