Werbinich : Erste Hilfe

Max Deibert[15 Jahre]

Fastfood schadet der Umwelt und der Gesundheit, wenn man sich ausschließlich davon ernährt. Daran gibt es nichts zu rütteln, doch muss ich mein Handeln wirklich jedesmal überdenken?

Wenn ich von einem Mädchen eine Abfuhr gekriegt habe (nur mal so als Beispiel), ist das Letzte, woran ich denke, während ich einen doppelten Aufmunterungsburger esse, wie oft die Kühe gefurzt haben, bevor sie abgeschlachtet wurden.

Das Einzige, was ich in einer solchen Situation will, ist der perfekte Mix aus Brötchen, Fleisch, Käse und Salat. Diese Kombination muss im Himmel entstanden sein.

Niemand ist hungrig auf Fastfood, man ist gierig. Kein anderes Lebensmittel kann diese Sucht auslösen. Man könnte niemals einen Döner durch Salat und Quark im Brötchen ersetzen. Hätte ich die Wahl zwischen Currywurst oder Tofuwurst mit Tomatensauce, wüsste ich sofort, was ich haben will. Natürlich schmecken Tortillachips, auf denen gerade frischer Käse zerläuft, nur so fantastisch, weil sie mit Geschmacksverstärkern vollgepumpt sind, aber wen stört das? Wahrscheinlich habe ich gerade sämtliche Umweltschützer und Krötenstreichler Berlins gegen mich aufgebracht, dabei will ich eigentlich nur sagen, dass es in der Pubertät ehrlich dringendere Probleme gibt.

Geht also zu McDonald’s, wenn ihr Kummer habt, rennt zu Burger King, wenn ihr Stress mit den Eltern habt, kriecht zum Döner, wenn die Freundin Ärger macht, aber behaltet immer im Hinterkopf: Es ist ein Notfall.

Max Deibert, 15 Jahre

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