Werbinich : EXPERTEN AN DIE SCHULEN

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Wer übernimmt Verantwortung für Schulen und für die junge Generation? Im Idealfall nicht nur Lehrer und Schulleiter, sondern auch andere gesellschaftliche Institutionen und einzelne Bürger. Welche Vorzüge die Arbeit mit „Dritten“ bietet, hat Enja Riegel, Leiterin der Wiesbadener HeleneLange-Schule, in ihrem Buch „Schule kann gelingen! Wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen“ (S. Fischer Verlag) beschrieben: An Riegels Schule arbeiten regelmäßig Profis vom Theater, die den Ehrgeiz der Schüler ganz anders befeuern können als die Lehrer.

DER ANSTOSS

Bei einer Diskussion in der Urania, die der Tagesspiegel und der S. Fischer Verlag im Juni zu Enja Riegels Buch veranstalteten, regten Besucher an, eine Vermittlungsagentur für „Dritte“ zu gründen, damit auch normale Schulen Anregungen aus der Arbeit mit Experten und Künstlern ziehen können. Daraufhin haben mehrere Pädagogen unter dem Dach des Weiterbildungsträgers „Now and Next“ das Projekt „Resonanz“ gegründet. „Resonanz“ wird künftig sowohl Schulen als auch interessierte „Dritte“ beraten (siehe Interview).

DIE FINANZIERUNG

An der Kreuzberger Ferdinand-Freiligrath-Schule etwa erhalten die 13 „Dritten“ pro Doppelstunde rund 50 Euro. Das Geld für den dortigen Schulversuch „Schule im gesellschaftlichen Verbund“ stammt aus Mitteln des Berliner Senats und entspricht etwa den Kosten für eine reguläre Lehrerstelle. D.N.

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