Werbinich : Forderung nach weniger Unterricht

Vize-Schulleiter wollen Stundenreduzierung

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Als „vernachlässigte Stiefkinder der Berliner Bildungspolitik“ bezeichnete Erhard Laube, Vorsitzender der Vereinigung der Berliner Schulleiter (VBS) die stellvertretenden Schulleiter.

Hintergrund seiner Aussage ist der Streit um eine Unterrichtsreduzierung für die Vize-Direktoren. Gegenwärtig haben diese Anspruch auf vier bis sieben Stunden weniger Unterricht, je nach Größe der Schule. Dies sei nicht genug, um den täglichen Anforderungen wie Stundenplan bauen, Vertretungsunterricht organisieren oder der Mitarbeit in der kollektiven Leitung einer Schule nachzukommen, sagte Lothar Semmel, stellvertretender Schulleiter in der Clay-Gesamtschule in Rudow und in der Vereinigung der Berliner Schulleiter zuständig für die Stellvertreter. 170 Betroffene wurden vergangene Woche nach ihrer Arbeitsbelastung gefragt und sprachen sich für eine Reduzierung ihrer Unterrichtsstunden aus. „Schulsenator Böger hat im vergangenen Schuljahr die Unterrichtsbefreiung von Schulleitern erhöht. Stellvertreter haben aber nichts abbekommen. Die müssen jetzt berücksichtigt werden“, forderte Laube.

Problematisch könnte dies werden, weil eine Verdopplung der Stundenreduzierung nach Berechnungen der VBS einen zusätzlichen Bedarf von 150 bis 200 Lehrerstellen fordern würde. Ob diese finanziert werden würden, ist fraglich. Trotzdem: „Wir erwarten jetzt ein Zeichen von Bildungssenator Jürgen Zöllner“, sagte Laube. mho

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