Werbinich : Freiheit im Traum

Anna Webig (19)

Diese Woche:

Den Geist erhebend über die Sinne,

Die Liebe über den Geist,

Du beflügelst die Welt,

Dass sie ihren Grenzen entrinne

Und Heimat findet in der Unendlichkeit.

Doch trotz ihrer unendlichen Weite

Umfasst sie nicht alles, ist nur ein Teil Eine Schicht des Ganzen.

* * *

Bricht sie dir aus, verwehrt dir Macht,

Musst du sie bannen.

Der Herr, der bist du, sie ist der Garten,

Der See, in dem du schwimmst.

Sie muss auf den Besuch von dir warten

Entkomme, indem du entrinnst

Doch bleib dir bewusst

Ihrer Unendlichkeit

Und deiner gesteckten Grenzen.

* * *

Sie ist nicht gebunden an Zeit und Raum

Verschafft dir nur Freiheit im Traum.

Lass sie dich tragen begleiten wie Flügel

Doch kehr’ stets zurück zum Grund.

Hier musst du leben,

Dich in Stürme begeben und wandern Im Niemandsland.

Dies die Erde die fruchtbar dich nährt

Sie schwebt in anderer Sphäre.

Kann nicht verschönern die Welt,

Die hier gärt.

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