Gedicht : Der Mantel

Simon Herman (16)

Ich hoffe sehr

Du siehst mich nicht

Nein, noch viel mehr:

Ich fürchte mich

Dein Augenpaar,

ein weiteres

Gesicht, zu viel,

ein heiteres

Gespräch,

die laute Schar.

Ich fliehe ohne Ziele.

Unter Gaias Wacht

Leg ich mich zur Ruh’.

Tiere, Wald und Nacht

Sehn mir dabei zu.

Doch mit schrecklichem Gesicht

Bestellt mich böse Mutter Pflicht

noch einmal zurück zur Welt

wo alles Glück so schnell zerfällt.

Was ich gerade fühle?

Tief in mir,

wo einst Stolz und Liebe rangen

wegen dir

wächst ein Verlangen,

das mich voll und ganz erfüllt:

Ich wünsch mir einen Mantel,

der mich vor der Welt verhüllt.

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