Werbinich : Heike Makatsch?

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Heike Makatsch scheint gerade Lieblingsgast bei Sendungen wie Beckmann oder Polylux zu sein. Was hat sie zu erzählen?

Seit gestern ist ihr Film „Keine Lieder über Liebe“ im Kino. Darin gibt’s aber sowohl Lieder und als auch eine Liebesgeschichte. Es geht um eine Band, die „Hansen Band“. Der Sänger hat was mit Heike Makatsch, aber die ist mit seinem Bruder zusammen, und der dreht einen Dokumentarfilm über die Band. Eine Dreiecksgeschichte eben. Außerdem hat Heike dazu ein Buch geschrieben. Es heißt: „Alles teilen“.

Weil sich die Brüder eine Frau teilen?

Mmh, vielleicht. Es ist das fiktive Tagebuch von Ellen, so heißt die Figur, die sie im Film spielt. „Alles teilen“ ist auch der Songtitel eines der Stücke der „Hansen Band“. Das Lied hat Max Martin Schröder geschrieben, der Schlagzeuger der Hansen Band im Film und Keyboarder im echten Leben bei der Band Tomte. Er ist der neue Freund von Heike.

Nennt sie ihn Max oder Martin?

Vielleicht auch Marie, denn in seiner zweiten Band heißt er „Der Hund Marie“. Die spielt am Montag mit Olli Schulz im Knaak, Prenzlauer Berg.

War sie denn nicht mit diesem neuen James Bond-Darsteller zusammen?

Ja, aber von Daniel Craig ist sie getrennt. Nach sieben Jahren in London ist sie wieder nach Deutschland, nach Berlin, gezogen. Vielleicht ist sie ganz froh, dass er jetzt erst die Bond-Rolle spielt – denn sonst wäre sie bestimmt oft als „Bond-Girl“ bezeichnet worden – und hätte schon wieder den Girlie-Stempel.

Rein äußerlich passt das doch so gut: Die Augen, der Riesenmund.

Ja, aber wenn die Heike den Mund aufmacht, kommen meist ziemlich kluge Sachen da raus, und sie bewegt nicht nur die Lippen, wenn singt. Das tat sie mit „Stand by your man“ zum Beispiel im Film „Männerpension“.

Country-Musik liegt ihr, ja?

Eigentlich ist sie Beatles-Fan. Bevor sie bekannt war, wollte sie mal eine Wette bei „Wetten, dass...?“ anbieten: Nennt man ihr vier Wörter eines Liedes, erkennt sie jeden Beatles-Titel.

Stattdessen ist sie zur Chefin der so genannten Girlie-Bewegung geworden.

Sie findet das mittlerweile schrecklich. Ihre Viva-Zeiten sind ja auch schon lange her: Da gab es „Take that“ noch, die hat sie zum Beispiel damals interviewt. Seit neun Jahren spielt sie nur noch, in Filmen wie „Bin ich schön?“, „Aimée und Jaguar“, „Das Wunder von Lengede“ oder „Tatsächlich Liebe“.

Aber es ist doch schön, dass man ihr Gesicht so lange kennt. Findet sie das nicht?

Ja. Sie hat mal ziemlich unsentimental gesagt: „Für eine bestimmte Generation bin ich so eine Art Haushaltsgerät, das sie immer mit sich rumgeschleppt hat.“jea

Nicht zu verwechseln mit Goldie Hawn, Dolly Parton und Doris Schröder-Köpf.

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