Werbinich : ICH FINANZIERE MEIN STUDIUM MIT ONLINE-POKER

Andere kellnern, machen Promotion-Jobs oder arbeiten als Aushilfe im Klamottenladen, um ihr Studium zu finanzieren. Ich verdiene mein Geld mit Online-Poker. Klingt, als sei es spielend einfach. Ist es aber nicht. Man muss wissen, wann die guten Spieler im Netz sind, erst dann steigen die Einsätze und es wird spannend. Ich logge mich auf verschiedenen Seiten ein, dabei muss man die unterschiedlichen Zeitzonen der anderen Länder und Kontinente beachten. Die meisten Spieler gehen nachts ins Netz, ich muss die entsprechende Zeitverschiebung im Auge behalten. Auf meinem Bildschirm laufen in der Regel fünf Spiele parallel. Für jedes habe ich eine andere Strategie. Man muss sich tierisch konzentrieren, um keine Fehler zu machen. Eine falsche Entscheidung, und der ganze Abend kann gelaufen sein. Klar, habe ich am Anfang hin und wieder verloren. Aber das hat meinen Ehrgeiz entfacht, ich wollte das verlorene Geld wieder reinbekommen. Im Laufe der Zeit bin ich immer besser geworden. Mittlerweile verdiene ich monatlich um die 300 Euro. Warum ich noch nie jemandem davon erzählt habe? Weil ich keine große Sache daraus machen will.

David, 23

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