Werbinich : Im Farbenrausch

eingerahmt in hölzernes gestell verschwimmt

nichts weiter als ein traum

der farben schlägt

der maler – ich bloß kunstobjekt – hält mich im zaum

den pinsel längst beiseit gelegt

stattdessen fäden in der hand

er zieht, er reißt, er schnürt - wie ihm beliebt

ich werfe schatten an die wand

von tausend mal tausend ideen

der pinsel zeichnet kreis um kreis

er zwingt mich – mich zu drehn

bis ich vor schwindel taumle

der wahrheit blind; im rausch betäubt

und an den schnüren baumle

mein freier wille

ganz leicht ganz gleich

hin und

her

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