Werbinich : Im Kerzenschein

Jana Farley

die tränen noch nicht getrocknet,

noch leicht feucht die wangen,

augen gerötet und klein,

im kerzenschein

zusammengerollt,

beobachte ich das flackern

der flamme,

wie sie hin- und herspringt.

* * *

bin fasziniert von ihrer leichtigkeit,

schliesse erschöpft die augen,

aufsteigende wärme,

eine hand auf meinem körper,

eine vertraute stimme

flüstert meinen namen,

nein: ich will meine augen nicht öffnen.

* * *

ob er gekommen ist

um mich zu wärmen,

die hand streift sanft und langsam über mein gesicht,

spüre den hauch

eines atems in meinem nacken,

und höre wieder meinen namen,

leise und liebevoll,

öffne die augen,

blinzle dich an.

* * *

deine augen ganz klar

und doch traurig,

ein sanfter kuss

legt sich in meinen nacken,

deine arme

umschlingen meinen körper,

deine lippen

flüstern mir worte ins ohr,

worte, die mein herz

schneller schlagen lassen,

meine wangen getrocknet.

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