Werbinich : Irgendwann ist für Jungs das Thema Bundeswehr dran

Henrik Hölzer[14 Jahre]

Heute ist jeder noch so kleine Zipfel vergeben, und ohne Weiteres kann man nicht in ein anderes Land einmarschieren. Klar ist, dass die Bundeswehr sich im Rahmen des Gesetzes bewegt; insofern kann man ihr erst mal mit einer gewissen Aufgeschlossenheit gegenübertreten.

Fakt ist auch, dass die Bundeswehr einer der größten Arbeitgeber Deutschlands ist. Also Karriere und Kohle kann man da machen, wenn man das möchte. Es geht heute um anderes als in früheren Zeiten: Piratenjagen vor Somalia, Evakuierung von Menschen aus Notlagen und schnelle Hilfe bei Naturkatastrophen – dafür braucht man eine Armee, die in erster Linie für Schutz sorgt und Präsenz zeigt, wenn es zu Konflikten kommt. Für mich sind das die wichtigsten Gründe für die Bundeswehr.

Bundeswehr bedeutet aber auch: Wehrpflicht, schwitzen und robben im Dreck, ans Limit gehen. Armee heißt immer auch Kriegseinsätze mit Waffen – und das ist für mich unvorstellbar. Denn eines ist dann klar: Der Tod sitzt mit im Boot. Aber wenn Menschen nicht ohne Armee auskommen können, warum führt man dann nicht in unseren modernen Zeiten eine Berufsarmee ein? Jeder, der bewusst mitmacht, weiß, worauf er sich einlässt. Die anderen – und zwar Jungs und Mädchen – machen ein soziales Jahr, das wäre doch sinnvoll.

Kriege gab es leider schon immer, und Gründe lassen sich immer finden. Am besten wäre es, wenn gelten würde: Erst denken, dann handeln! Dann bräuchte man die Armee gar nicht erst einsetzen. Henrik Hölzer, 14 Jahre

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