Werbinich : Jens Voigt?

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Jens Voigt ist Weltmeister im Dauergrinsen, oder?

Nein, Voigt ist Radprofi und da hat er gerade nichts zu lachen, er radelt ja bei der Tour de France mit. Das ist harte Arbeit. 200 Kilometer fährt er täglich, drei Wochen lang.

Tour de France? Die sollte doch der Jan Ullrich diesmal gewinnen?

Stimmt, aber der darf nicht mitfahren, weil er gedopt haben soll.

Und das hat der Voigt nicht gemacht?

Nö, sagt er jedenfalls. Und er sagt viel, ist eine richtige Quasselstrippe. Voigt findet sogar, dass die ganzen Dopingsünder „gesteinigt“ werden sollen. Im übertragenen Sinne natürlich. Ihn wurmt, dass sich die anderen durch Doping jahrelang einen Vorteil verschafft haben könnten.

Er selbst ist nicht so erfolgreich?

Kann man nicht sagen. Voigt hat schon mal das Gelbe Trikot bei der Tour getragen, und in diesem Jahr hat er bereits eine Etappe gewonnen. Voigt attackiert gerne. Auch wenn seine Ausreißversuche oft scheitern – sein frischer Fahrstil kommt bei den Fans sehr gut an.

Oh, du ungestüme Jugend.

Nein, Voigt wird 35 und hat keine Lust mehr, sich noch lange zu schinden. In seiner Wahlheimat Berlin will er einen Buchladen aufmachen. In Charlottenburg mit angeschlossenem Café, in dem er sein bester Kunde sein wird, wie er sagt. cv

Nicht zu verwechseln mit: Berti Vogts, Jürgen Klinsmann, Winnie Puh

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