Werbinich : Kein Vertrauen in Hilfslehrer

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Offenbar trauen sich etliche von Ihnen, liebe Leser, selbst mehr zu als arbeitslosen Lehrern. Das jedenfalls könnte man aus den Ergebnissen unserer Pro & Contra–Umfragen der vergangenen Wochen herauslesen und aus der überwältigenden Resonanz auf die LesepatenAktion. Vor vier Wochen hat die Mehrheit der Teilnehmer am Pro & Contra dafür plädiert, dass Eltern im Unterricht einspringen sollen, wenn Lehrer an den Schulen ausfallen. Am Sonntag hat sich die Mehrheit gegen den Einsatz von Ein-Euro-Jobbern an Schulen ausgesprochen. Für die Hilfstätigkeiten will Schulsenator Klaus Böger (SPD) ausgebildete, arbeitslose Pädagogen einsetzen.Viel Vertrauen in die Maßnahmen der Politiker und in die Lehrerausbildung scheint nicht vorhanden zu sein, wenn sich Eltern lieber selbst vor die Klasse stellen wollen, als den Unterricht Ein-Euro-Lehrern zu überlassen. Aber das ist fatal. Ohne das Vertrauen der Eltern können Pädagogen nicht viel erreichen. Um die Bildung in Berlin voranzubringen, müssten alle an einem Strang ziehen: Politiker, Lehrer und Eltern. Zeit für vertrauensbildende Maßnahmen bleibt nicht. clk

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