Werbinich : Kurzstunden nur bei „hitzefrei“

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Berlins Eltern sind empfindlich, wenn es um Unterrichtsausfall geht. Das musste auch der Leiter des Charlottenburger Herder-Gymnasiums erleben. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass an Elternsprechtagen sowie vor Gesamt- und Zeugniskonferenzen verkürzter Unterricht stattfinden sollte: Wenn jede Stunde – wie bei „hitzefrei“ – nur 30 statt 45 Minuten hätte, müsste kein Fach ganz gestrichen werden, und die Schule wäre dennoch früher aus, so die Überlegung. Eltern, die damit in der Schulkonferenz konfrontiert wurden, witterten unnötigen Unterrichtsausfall und informierten die CDU, die es in den Schulausschuss des Abgeordnetenhauses brachte. So erfuhr es Bildungs-Staatssekretär Thomas Härtel (SPD), der der schönen Regelung sogleich ein „Aus“ verpasste. Auch eine Form von parlamentarischer Kontrolle. sve

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