Werbinich : Landesschulbeirat würdigt Verdienste des Bildungssenators

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Der Landesschulbeirat hat Bildungssenator Klaus Böger (SPD) für seine Arbeit gedankt. Das höchste schulische Gremium, das Eltern, Schüler und Lehrer repräsentiert, bedauere sein Ausscheiden, teilte der Vorsitzende Manfred Thunig mit. Wir zitieren aus seiner Mitteilung:

„Der Senator hat die notwendige inhaltliche Erneuerung in der Berliner Schule konsequent vorangebracht. Dies hat nach dem vieljährigen Zögern zuvor natürlich eine Fülle von Konflikten hervorgerufen. Diese Konflikte … wurden maßgeblich verstärkt durch die mangelhafte Finanzierung im Berliner Senat. Durch das Ausscheiden von Klaus Böger sind diese Konflikte nicht beendet. … Die PISA- Ergebnisse haben uns gezeigt, dass Berlin einen so dringenden Bedarf an Modernisierung und pädagogischen Entwicklungen im Bereich Schule hat, dass es mit vorsichtigen Änderungen … nicht getan ist. … Es wäre fatal, wenn die Nachfolgerin (oder doch ein Nachfolger) von Klaus Böger nun das Tempo aus diesem notwendigen Reformprozess herausnehmen, oder Teile davon gar rückgängig machen würde. Die Berliner Schüler sind nicht dümmer als anderswo, aber sie werden offenbar nicht gut genug unterrichtet. … Die notwendige Qualitätsverbesserung in allen öffentlichen Berliner Schulen stellt sich nicht automatisch durch eine neue Schulart Gemeinschaftsschule ein. Die Reform der Berliner Grundschule ist nicht nur in der Schulanfangsphase noch im Anfangsstadium, der Erfolg des gesamten sechsjährigen Berliner Grundschulmodells ist nicht gesichert. … Die in allen Schularten und Schulen notwendigen personellen Ressourcen verlangen zusätzliche Finanzmittel – trotz Armut des Landes Berlin, auch um seiner Zukunft willen!“ Tsp

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