Werbinich : Mao Tse-Tung?

-

Mao TseTung , das war doch dieser chinesische Kommunist, oder?

Ja. Besonderes Kennzeichen: die fette Warze. Sohn des Schweinehändlers Mao Tse-Tan, Lehrer, Chef aller Chinesen, Autor des Roten Buches, verehrt wie ein Halbgott …

… und Maoist natürlich.

Ja. Aber es ist schwer zu sagen, was Maoismus eigentlich ist. Vielleicht ein Kommunismus, der sich auf Bauern statt auf Arbeiter stützen will? Basis der Weltrevolution ist nicht die Stadt, sondern das Dorf: Der Satz trifft es ungefähr. Das wichtigste Prinzip des Maoismus heißt wahrscheinlich: Mao hat die Macht. Am berühmtesten unter all seinen Taten sowie Untaten war die Kulturrevolution, in der Rote Garden Jagd auf alle „Bürgerlichen“ und alle „Intellektuellen“ machten. Nur manuelle Arbeit war etwas wert.

Maoismus war im Westen eine Zeit lang populär. Warum eigentlich?

Vielleicht, weil China so weit weg war und so exotisch. China war das Gegenmodell zur Sowjetunion, ihr Rivale. Der sowjetische Kommunismus war natürlich nicht attraktiv, aber China kannte man kaum, man konnte deswegen viel hineinfantasieren. Einige heutige Grüne waren Maoisten. Jürgen Trittin auch.

Wie war Mao privat?

Er lebte recht fidel, mit Pool und täglich frischen Mädchen vom Lande. Er war viermal verheiratet, genau wie Gerhard Schröder. Nur: Im Gegensatz zu Schröder hat sich Mao die Haare färben lassen. Beide haben auch ein enges Verhältnis zu Flüssen. Um zu beweisen, wie fit er ist, ist Mao als alter Knabe durch einen Fluß geschwommen. Und Schröder hat an der Elbe dem Volk gezeigt, wie fit er ist.

Was bleibt?

Offiziell wird Mao immer noch verehrt. Ansonsten ist das Land kapitalistisch. Im Maoismus ist eben alles möglich. Gestorben ist er 1976. mrt

Nicht zu verwechseln mit Maoam, Stalin, Peter Maffay und Gung.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben