Werbinich : Mick Jagger?

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Der Sänger von den Rolling Stones ist 61 Jahre alt, so alt wie ein Opa. Jetzt will Mick Jagger wieder auf Tour gehen. Hat der nicht genug Geld verdient?

Doch. Aber Jagger ist ein berühmter Geizkragen, der Onkel Dagobert unter den Rockmusikern. Wenn er in einem Hotel übernachtet, nimmt er aus dem Bad das Shampoo und die unbenutzte Duschhaube mit nach Hause. Man weiß ja nie!

Peinlich.

Ja, aber er hat’s zu etwas gebracht. Die Queen hat ihn zum Ritter geschlagen, Jagger wohnt jetzt in einem Schloss in Frankreich. Man möchte nicht wissen, wie es da zugeht, denn: Als er in London mit Keith Richards zusammenwohnte, lief Mick gern mal in Damenwäsche herum.

Ist der gar nicht so hart wie er tut?

Das sieht nur so aus, weil er runzelig ist wie ein fränkisches Zwetschgenmännchen. Der harte Hund ist sein Kumpel Richards. Der Gitarrist ernährt sich von Whiskey und schwarzen Zigaretten, dazu spielt er nächtelang Blues. Jagger geht so lange joggen und isst ganze Obstkörbe leer. Er will ewig leben.

Kann er wenigstens singen?

Ja. Sein Instrument sind die Lippen. Jemand hat mal gesagt, es seien „Lippen wie Stoßstangen“. Jagger würde damit gerne jeden gesungenen Ton küssen, er ist sinnlos sentimental. Er hat den Hang zum Kitsch. Am besten mal vom Album „Sticky Fingers“ den Song „Moonlight Mile“anhören – süß wie türkischer Honig. Keith Richards hat da nicht mitgespielt, er wird wissen, warum. Jagger möchte jedes Lied voller Geigen hängen, und Richards hängt sie wieder ab. Um sich auszutoben, macht Mick ab und an ein Soloalbum. Das letzte war ein Flop.

Hatte Jagger mal was mit Jenny Elvers?

Nein. Aber mit den meisten anderen Frauen schon. Wenn man ihn trifft, ist er erschreckend klein, so wie Prince.

Frauen mögen das?

Total, das weckt den Mutterinstinkt. Als Jagger einmal nach dem schönsten Teil seines Körpers gefragt wurde, hat er geflüstert: „Mein Arsch.“ Das kommt also noch dazu.

Was muss man hören, um ihn gut zu finden?

„Honky Tonk Woman“ – das ist das reinste Lied der Stones, Blues und Rock zugleich. „Sympathy for the devil“ – der Text ist reine Poesie. „Tell me“ – der erste selbst geschriebene Song auf der ersten LP. „Start me up“ – die Melodie von Windows 95, Bill Gates steht auch drauf. not

Nicht zu verwechseln mit: Goofy, Klaus Kinski, Fritz the Cat, Peter Maffay.

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