Werbinich : Mit Bedacht ins Highschool-Jahr

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HighschoolJahr – ja oder nein: In diesen Wochen werden wieder die Prospekte der Sprachreiseveranstalter durch die Klassenzimmer gereicht, und tausende Familien überlegen, ob sie ihre Kinder nach Übersee schicken. Vergangene Woche berichteten wir auf unserer Schulseite, was es bedeuten kann, wenn man Pech mit der Gastfamilie hat, was – zumindest in den USA – rund jedem fünften deutschen Austauschschüler passiert.

Unsere Leser haben auf diesen Themenschwerpunkt höchst unterschiedlich reagiert. Einige fanden den Bericht zu abschreckend und erzählten von guten Erfahrungen, die ihre eigenen Kinder gemacht hätten.

Andere waren dankbar, dass der Mangel an geeigneten Gastfamilien thematisiert wurde. Ein Vater sagte, dass er sich jahrelang nicht traute, über das missglückte Austauschjahr seiner Tochter zu sprechen. Er hatte stets den Eindruck, dass den Kindern selbst die „Schuld“ am Scheitern der Reise gegeben wird. Ein 16-Jähriger mailte aus den USA, dass er verzweifelt nach einer neuen Gastfamilie sucht, weil seine ursprüngliche „Familie“ plötzlich nicht mehr zur Verfügung stand. Seine Austauschorganisation hielt es nicht einmal für nötig, seine Eltern zu informieren. Alle waren sich darin einig, dass das Auslandsjahr mit Bedacht vorbereitet werden muss, um das Risiko für die Kinder gering zu halten.sve

Einen guten Überblick bietet das Buch „Ein Schuljahr in den USA“ (Recherchenverlag). Weitere Infos über: www. abi-ev.de und www.austausch-berlin.de

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