MOBBING AUF DEM SCHULHOF : Die Debatte

DER AUSLÖSER



In Berlin und ganz Deutschland wird derzeit intensiv über Migration und Integration diskutiert. Ausgelöst wurde die Debatte durch den ehemaligen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin und dessen Buch „Deutschland schafft sich ab“, auch die – mittlerweile verstorbene – Jugendrichterin Kirsten Heisig trug mit ihrem Buch „Das Ende der Geduld“ dazu bei. Zuletzt äußerte sich Bundespräsident Christian Wulff zum Thema: am Dienstag in einer Rede vor dem türkischen Parlament. In seiner Rede betonte er, dass Muslime „in Deutschland ihren Glauben in würdigem Rahmen praktizieren“ können.

DAS BERLINER PROBLEM

In Berlin rückt ein weiteres Phänomen in den Fokus: die sogenannte Deutschenfeindlichkeit. In einem Beitrag für die „Berliner Lehrerzeitung“, einer Publikation der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), beklagten Pädagogen Mobbing gegen deutsche Schüler durch Mitschüler mit Migrationshintergrund, speziell mit türkischen oder arabischen Wurzeln. Die Lehrer schrieben, dass man vor allem den Aufenthalt auf dem Schulhof „zuweilen als ein Spießrutenlaufen mit diversen Beschimpfungen“ erlebe. Das sei vor allem an sogenannten Brennpunktschulen der Fall, an denen der Anteil an Schülern mit ausländischen Wurzeln besonders hoch ist.

DIE STUDIE

Eine neue Studie der Max-Traeger-Stiftung betrachtet das Thema Gewalt an Schulen. Das Fazit: Schüler sind öfter Opfer verbaler Attacken als körperlicher Übergriffe.nik

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