Werbinich : Oh, du mein Köpenick

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Caroline in Köpenick.
Caroline in Köpenick.

Hertha mag nicht mit Berlin verbunden sein, Union ist es auf jeden Fall. Eiserne Fans gibt es in Köpenick genug.

Man erkennt einen Heimspieltag daran, dass im Forum Köpenick schon mittags alle mit Bierflaschen rumlaufen und ganz Köpenick pommesmäßig in Rot-Weiß gekleidet ist.

Ach ja, Köpenick. Ist eben anders als der Rest Berlins. Wer hier lebt, atmet auf, wenn er aus der Stadt kommt, denn die Luft ist hier viel frischer. In Köpenick geht man zu Fuß oder fährt Rad. Zum einen, weil in unserer Altstadt ebenso Mangel an kostenlosen Parkplätzen herrscht wie in der City, zum anderen, weil sich der Köpenicker gern der Illusion hingibt, alles Notwendige sei nicht weit weg. Vom Bahnhof braucht man 21 Minuten bis zum Alex, nach Charlottenburg 39.

800 Jahre ist es alt, mein Köpenick. Wer hier wohnt, vergisst nie, dass er Köpenicker ist. Wir haben den Schloßplatz mit der kleinsten Brauerei Deutschlands, die Spree am Luisenhain nahe dem Rathaus. Ich bin Köpenickerin aus Leidenschaft. Auch wenn um acht die Bordsteine hochgeklappt werden und man nur bis zehn flüstern darf.Caroline Stelzer, 18 Jahre

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