Werbinich : Politspiel mit Folgen

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In der vergangenen Woche konnte man ein merkwürdiges Politspiel beobachten. Da war zunächst die grüne Jugendstadträtin von SteglitzZehlendorf, Anke Otto. Sie tat kund, dass ihr Haushalt nicht mehr ausreiche, um die 14 Schulstationen des Bezirks zu finanzieren. Dann trat der Jugendhilfeausschuss zusammen, der dieses Ansinnen ablehnte. Schließlich trumpfte Ottos Bezirksamtskollege von der FDP auf: Volksbildungsstadtrat Erik Schrader sagte: „Die Schulstationen werden bleiben“. Und nun?

„Die Bezirksverordneten sind am Zug“, sagt Anke Otto. Sie beraten jetzt den Etat für 2006. Dann ist der Haushaltsausschuss dran. Und der muss sagen, wo denn sonst die Million zu holen ist, falls die Schulstationen erhalten bleiben. Wahrscheinlich wird jedes Ressort ein paar Federn lassen müssen. Also alles halb so schlimm? Nicht ganz: Die Pädagogen und Schüler haben wieder einmal erfahren, dass ein wichtiges Stück ihrer Welt zur Disposition steht. Zum x-ten Male. Das hinterlässt Spuren. sve

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