Werbinich : Sarah Connor?

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Sarah Connor muss ziemlich lustig sein. Immer wenn ihr Name fällt, müssen die Leute lachen. Was ist denn passiert?

Sarah Connor hat sich mächtig blamiert. Sie hat bei einem Fußballspiel die deutsche Nationalhymne gesungen und ist dabei durcheinander gekommen. Statt „Blüh’ im Glanze dieses Glückes“ hat sie „Blüh’ im Lichte dieses Glückes“ gesungen.

Peinlich. Wer hat das bemerkt?

Na ja, Connors Problem war, dass sie die Nationalhymne nicht unter der Dusche, sondern vor fast 70000 Menschen gesungen hat. Und vor dem Fernseher saßen noch einmal acht Millionen Menschen.

Oh Gott. Was sagt denn Connor dazu?

Sie hat sich entschuldigt. Ihr ist das natürlich auch furchtbar peinlich. Man muss wissen, dass Connor aus Delmenhorst kommt, das liegt bei Bremen und ist nicht sehr groß. Im Münchner Stadion hätte jeder Delmenhorster einen Platz gefunden. Vor so vielen Menschen habe sie noch nie gesungen, sagt sie. Sie war aufgeregt.

Sie ist doch dauernd im Fernsehen!

Das ist was anderes. Ihre Hochzeit wird ja auch übertragen, „Sarah and Marc in love“, heißt die Sendung. Viel mehr als die Partygäste und die Kameraleute wird die Sendung aber nicht interessieren. Und außerdem hat sie immerhin die Nationalhymne gesungen, das ist was anderes als … äh…

From Sarah with Love.

Jedenfalls ist die Nationalhymne bedeutender. Die deutsche stammt von Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Er hat das Lied während seines Sommerurlaubs auf der Insel Helgoland gedichtet, im August 1841 war das.

Das Lied hat sich nie verändert?

Die Nationalhymne besteht eigentlich aus drei Strophen. Doch die erste haben die Nazis missbraucht. Und nach dem Krieg wären Textstellen wie „Deutschland über alles“ und „von der Maas bis an die Memel“ echt nicht mehr zu ertragen gewesen. Das waren früher mal die Flüsse an den Landesgrenzen. Nach dem Krieg haben die Alliierten die Hymne verboten. Weil die Deutschen aber kein anderes Lied wollten, hat man sich 1952 geeinigt, die dritte Strophe als Hymne nehmen.

Also kam nie Connors Passage vor?

Nein, die hat sie exklusiv. AG

Nicht zu verwechseln mit Carmen Thomas, Camilla Parker Bowles und Sinead O’Connor.

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