Sport treibt Jugend : „Nicht Ohne Liebe – Eisern Union“

Shirley-Uloma Kastell, 17 Jahre, ist zwar kein richtiger Fan, aber Weihnachtslieder singt sie gern mit dem 1. FC Union.

Wenn man, so wie ich, in Köpenick wohnt, kann man sich dem 1. FC Union nicht entziehen.
Überall sieht man Autos, die auf ihren Kennzeichen das Kürzel U.N.V.E.U. (Und Niemals Vergessen Eisern Union) tragen und sobald wieder ein Spiel in der Alten Försterei, dem Stadion der Unioner, vor der Tür steht, bevölkern rot-weiße Menschenmassen Köpenicks Straßen und Bahnhöfe. Union ist nicht einfach ein Verein, sondern für die meisten ein Lebensgefühl.
Ich will nicht behaupten, dass ich ein ausgesprochener Fußball-Fan bin. Aber zu Union-Spielen gehe ich trotzdem gern und stelle mich selbstverständlich auch bei Minusgraden um die Weihnachtszeit in die Alte Försterei, um am traditionellen Union-Weinnachtssingen teil zu nehmen, das von meinem Schulchor begleitet wird.
Das faszinierende an diesem Verein sind nämlich nicht nur die natürlich tolle Mannschaft, sondern auch die Menschen, die sie unterstützen. Welcher Verein kann schon behaupten ein Heimstadion zu besitzen, an dem seine Fans tatkräftig mitgebaut haben? Unioner sind wie eine Familie und halten zusammen.
Der vermeintlich kleine Lokalverein hat einfach Herz und zieht alle in seinen Bann über Generationen hinweg. Jedes Mal, wenn ich einen Fuß in die Alte Försterei setze, begegnen mir daher bekannte Gesichter aus den verschiedensten Bereichen meines Lebens wie z.B. Freunde, Bekannte, Nachbarn und Lehrer.
„...Immer wieder Eisern Union...“ heißt es in der Hymne und wenn sie ertönt, unterstützt durch mehrere tausend Stimmen, bekommt man nicht selten eine leichte Gänsehaut. Ist einmal die Begeisterung für Union entflammt, so kann nichts daran etwas ändern.
„FC Union! Unsere Liebe, unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein“, heißt es dann auch nach einem verlorenen Spiel.

0 Kommentare

Neuester Kommentar