Werbinich : Sprachunterricht mit privater Hilfe

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DIE STIFTUNG

Die gemeinnützige Mercator-Stiftung in Essen wurde 1996 von der aus Duisburg stammenden Handelsfamilie Karl Schmidt gegründet. Sie unterstützt Projekte, die im Sinne des mittelalterlichen Kartografen Gerhard Mercator Toleranz und den Wissensaustausch zwischen Menschen mit unterschiedlichem nationalen, kulturellen und sozialen Hintergrund fördern.

DAS KONZEPT

Im „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ werden Gruppen von etwa sieben Schülern von zwei Lehramtsstudenten unterrichtet. Sie unterstützen bei den Hausaufgaben, machen Museumsbesuche und erkunden die Stadt. Die Studenten sammeln Praxiserfahrungen für ihre spätere Lehrertätigkeit. Zusätzlich werden sie von der Stiftung geschult.

VERBREITUNG

In Zusammenarbeit mit den Landesschulverwaltungen führt die Mercator-Stiftung das von Universitäten begleitete Projekt bundesweit an 35 Standorten durch. Über 5200 Schüler nehmen teil. Der Unterricht wird über drei Jahre mit 6,6 Millionen Euro gefördert. Für die Ausweitung auf die Sekundarstufe zwei stellt die Stiftung weitere 3,4 Millionen Euro zur Verfügung.

BERLINER BETEILIGUNG Seit 2005 nutzen Fünft- bis Zehntklässler an zwölf Schulen den Förderunterricht zweimal wöchentlich nachmittags und am Samstag. Seit Januar beteiligen sich weitere neun Schulen in Wedding. Das Projekt soll künftig auch auf Schüler bis zur 13. Klasse ausgeweitet werden. gar

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