Werbinich : Steve Jobs?

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Steve Jobs, was für ein seltsamer Name. Haben sich die Arbeitsämter wieder umbenannt oder privatisiert?

Nicht ganz. Steve Jobs ist Chef der Computerfirma Apple.

Da gab’s doch eine Neuerung bei Apple …

Ja, diese Woche hat Steve Jobs erklärt, dass es in seinen Rechnern schnellere Prozessoren geben wird. Das sind die Gehirne der Rechner, sie interpretieren Befehle und führen sie aus.

Und was ist daran so besonders?

Sie kommen von der Firma Intel, und die stattet auch Microsoft-Computer aus. Und das Verhältnis Microsoft – Apple ist so wie das zwischen Goliath und David: Der Kleine ist geschickter (und schöner), der Große scheint mächtiger, und sie mögen sich gar nicht...

Aha. Apple veranstaltete ein ziemliches Tamtam um die Neuerung.

Jedes Jahr wieder zur Messe Macworld in San Francisco. Macht Bill Gates von Microsoft aber genauso, der veranstaltete einen Spielkonsolen-Boxkampf ...

Hach, die Jungs, die spielen so gerne!

Ja, auf jeden Fall sehen sie sich gerne so. Bei Steve klappt das auch, der wirkt wie der Zauberer mit der Wundertüte. Bill dagegen kriegt’s nicht richtig hin – obwohl er mehr als fünf Milliarden Dollar jährlich an wohltätige Zwecke spendet, wird er als Streber mit zu viel Geld wahrgenommen.

Die sind ja so selbstverliebt wie Filmstars.

Naja, ihre Computer waren ja auch mal im Kino. In Independence Day rettete ein Apple-Notebook die Welt. Und Forrest Gump verlor seine Millionen durch „Investitionen in irgendso ’ne Obstfirma“ .

Wieso heißt die Firma wie die Frucht?

Es gibt da allerhand Geschichten, etwa, dass Jobs zuvor auf einer Apfelplantage gearbeitet hätte.

Und wie ist der vom Obst zu den Computern gekommen?

Steve hat die ersten Rechner mit zwei Freunden in der Garage der Eltern zusammengebastelt, das war 1976. Für das Startkapital verkaufte er seinen VW-Bulli, und sein Freund Wuz einen Taschenrechner. Da war Steve gerade mal 21.

Woher konnte er das überhaupt, Rechner bauen?

Mmh, Jobs ist ein Tausendsassa, sein Studium hat er abgebrochen, stattdessen Kalligraphie gelernt, also Schönschreibkunst, und Philosophie-Lesungen gehört. Es heißt, er hätte mit Drogen experimentiert, bevor er bei Atari Spiele programmierte. Außerdem war er Schüler vom Laserphysiker Theodor W. Hänsch, der 2005 den Nobelpreis bekam.

Was kann man vom Querkopf Jobs lernen?

Er selbst findet, dass die Brüche in seinem Leben wichtig waren, etwa seine Kündigung und Rückkehr in den Neunzigern bei Apple und seine besiegte Krebs-Krankheit. Als Gastredner an der Uni Stanford sagte er zu den Absolventen von 2005: „Bleibt hungrig. Bleibt töricht“. jea

Nicht zu verwechseln mit Tom Hanks, Bill Gates und David Copperfield.

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