Werbinich : Tatjana Gsell

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In der Fernsehsendung „Die Alm“ hat Tatjana Gsell noch Kuhscheiße aufgesammelt und ist dann darin rumgewatet. Ein paar Tage später wurde sie zu 16 Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 30 000 Euro verurteilt. Warum eigentlich?

Das ist eine merkwürdige Geschichte. Die 33jährige Frau Gsell, von Beruf Diplom-Kosmetikerin, lebte mit einem Autohändler namens Helmut Becker in Südspanien und hatte ein kleines finanzielles Problem. Der Autohändler war praktisch pleite und Tatjana Gsell hatte nur dann Geld, wenn ihr Ehemann Dr. Gsell, ein 76-jähriger Schönheitschirurg, nicht gerade ihre Kreditkarte sperrte. Dr. Gsell, der an seiner Frau über zehn Schönheitsoperationen durchgeführt hat, besaß auch einen dunkelblauen Mercedes. Um das Auto dreht sich die ganze Geschichte. Tatjana Gsell wollte es zu Geld machen, ihr Freund, der Autohändler Becker, schaltete eine Anzeige und ein Autoschieber meldete sich. Er bot sich an, den Mercedes für 30 000 Euro zu kaufen, danach im Ausland zu verscherbeln und dann die Papiere zurückzuschicken. Klassischer Versicherungsbetrug eben.

Und was sagte Dr. Gsell dazu?

Der war eingeweiht, aber als die Autoschieber auf seinem Grundstück aufliefen, wollten sie das Auto einfach so mitnehmen – ohne die 30 000 Euro zu bezahlen. Das fand Dr. Gsell nicht so toll. Er jagte die Schieber weg und verwüstete angeblich zusammen mit einem anderen Freund von Tatjana seine eigene Wohnung so, dass es nach einem Raubüberfall aussah. Der Freund knebelte ihn schließlich und ließ ihn liegen. Ab hier wird die Geschichte unlogisch, aber das kennt man ja auch von der „Alm“. Im wirklichen Leben gab es aber ernste Folgen.

Was ist denn noch passiert?

Drei Monate später starb Dr. Gsell an den Folgen des selbst inszenierten Raubüberfalls. Seine erste Ehefrau behauptete jetzt vor Gericht, die zweite Ehefrau, also Tatjana Gsell, habe den Schönheitschirurgen schon lange erpresst. Sie soll gesagt haben: „Wenn Du mir kein Geld schickst, musst du ohne Toupet auf die Straße.“

Und Tatjana Gsell selbst?

Na, die sagte vor Gericht, dass es ihr leid tue, dass ihr Ehemann gestorben sei. Und in der Todesanzeige schrieb sie, dass sie ihn unendlich geliebt habe. Kurz darauf suchte sie aber bei einem Eheinstitut nach einem „adäquaten älteren Herrn“. Bis heute hat sich keiner gemeldet. sos

Nicht zu verwechseln mit Stephanie von Monaco, Tanja von Anstetten und Rudolph Moshammer

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