Unter-18-Reporter : Eine gerechtere Gesellschaft aufbauen

Rosa ist linkspolitisch aktiv und heißt eigentlich gar nicht Rosa. Aufgrund einer eventuell berechtigten Paranoia der linken Szene haben wir beschlossen, nicht ihren richtigen Namen zu verwenden.

Friederike Sander

Rosa ist linkspolitisch aktiv und heißt eigentlich gar nicht Rosa. Aufgrund einer eventuell berechtigten Paranoia der linken Szene haben wir beschlossen, nicht ihren richtigen Namen zu verwenden. Momentan engagiert sie sich nicht in einer speziellen linken Gruppe, was sich aber bald ändern kann, denn eine Gruppe bietet die Möglichkeit, sich organisierter für Themen wie eine bessere gesellschaftliche Durchlässigkeit zu engagieren.

Was dieses Thema mit uns zu tun hat? Dazu muss man sich nur bewusst machen, wann Selektion stattfindet. Armut wird genau wie Reichtum vererbt. Das liegt Rosas Meinung nach nicht an Dummheitsgenen, sondern an der Zahlungsunfähigkeit vieler Familien. Ob die Eltern dafür etwas können, sei dahingestellt –

die Kinder können definitiv nichts dafür.

Die frühe Selektion wird besonders an den Oberschulen deutlich. Rosa findet es problematisch, dass einem Kind von klein auf vorbestimmt wird, ob es auf Gymnasium kommt oder nicht. Aber was können wir unternehmen, damit die Welt ein kleines bisschen gerechter wird? Rosa bezweifelt, ob man in einer kapitalistischen Gesellschaft überhaupt soziale Gerechtigkeit und Durchlässigkeit herstellen kann. Aber solange unser Gesellschaftssystem so ist, wie es ist, diskutiert und informiert sie und versucht, möglichst viele davon zu überzeugen, dass man eine gerechtere Gesellschaft aufbauen kann. Außerdem geht sie auf Demonstrationen, die das gesellschaftliche Problem der sozialen Selektion anprangern. Wie ihre Idealgesellschaft aussehen soll? Darauf sagt Rosa: „Jeder Mensch soll so leben können, wie er möchte (natürlich ohne die Freiheit oder Bedürfnisse anderer einzuschränken), ohne diskriminiert, benachteiligt oder ausgebeutet zu werden.“

Friederike Sander, 17 Jahre

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