Werbinich : Verborgene Welten

Von Annika Franeck (16)

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Ein leeres Blatt in diesem Raum

Ob real oder im Traum

Birgt immer ein Geheimnis.

Wie das Gesicht, das man sah,

Als man neulich durch die Straßen ging.

* * *

Viel stand dort, doch wenig war zu lesen

Und so blieb es leer

Für den Betrachter,

Der vorbeilief, und wie der Eilende

Das weiße Blatt einfach liegen ließ,

Ohne zu wissen,

Was er verlor, nachdem er nicht suchte.

* * *

Denn der Verlust

Verlangt nach dem Bewusstsein,

Aber es fehlt. Und irgendwann

In einem unbedachten Moment

Kommt es wieder, das weiße Blatt

Das Gesicht der Straße.

Und dann wird er wissen,

Dass er etwas verlor,

Was längst

Der Vergangenheit gehört.

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