Werbinich : Viertklässler sind schlecht im Lesen Vera-Studie zeigt auch Defizite im Rechnen auf

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Fast die Hälfte der Berliner Viertklässler ist im Rechnen und Lesen sehr schwach. Darin unterscheiden sie sich kaum von den Viertklässlern im vergangenen Schuljahr. Das ergab die so genannte Vera-Studie, bei der im September die Viertklässler in Berlin, Brandenburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in Deutsch und Mathematik geprüft wurden. Die Studie wurde 2005 zum zweiten Mal durchgeführt. Bei der Auswertung gab es keinen Ländervergleich. „Berlin hat sich mit seinen Ergebnissen stabilisiert, muss aber noch besser werden“, sagte Bildungssenator Klaus Böger (SPD).

47 Prozent der Kinder kommen beim Sachrechnen, also beim Lösen von Textaufgaben, nicht über das Fähigkeitsniveau 1 hinaus. Das heißt sie können nur einfache Aufgaben mit grundlegenden Anforderungen lösen. Beim Lesen verfügen 40 Prozent der Schüler nur über grundlegende Fähigkeiten. Ein Viertel der Schüler kann sehr gut lesen. Besonders gut sind die Berliner Kinder in Arithmetik und Geometrie.

Brandenburgs Viertklässler unterscheiden sich kaum von den Berlinern. Auch sie haben erhebliche Defizite im Sachrechnen und Lesen. Beim Sachrechnen schafften 42 Prozent nur das Fähigkeitsniveau 1. Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) sieht „deutlichen Entwicklungsbedarf“.

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