Werbinich : Was damals in El Salvador passierte und wo der Film läuft

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Der Bürgerkrieg in El Salvador brach 1980 aus. Er resultierte aus dem großen Wohlstandsgefälle zwischen einer kleinen Gruppe wohlhabender Großgrundbesitzer mit Einfluss auf Politik und Wirtschaft und der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung, die in erbärmlichen Verhältnissen leben musste. Die Dominanz der Großgrundbesitzer führte in den 70er Jahren zu Wahlmanipulationen und Repressionen, um die bestehenden Macht und Besitzverhältnisse zu sichern. In dieser Zeit bildeten sich erste Widerstandsgruppen wie die linksnationale Befreiungsfront FMLN, denen sich neben Bauern auch Lehrer und Priester anschlossen und deren Ziel wirtschaftliche Reformen waren. 1979 gab es einen Militärputsch gegen den amtierenden Präsidenten, in dessen Folge eine rechtsorientierte Junta , eine militärische Staatsregierung, eingesetzt wurde. Auslöser des Krieges war die Ermordung des Erzbischofs Romero, der sich offen für die gewaltlose Befreiung aus den wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnissen und gegen die Unterdrückung durch die Militärjunta bekannt hatte. Der Bürgerkrieg dauerte zwölf Jahre und forderte mehr als 75 000 Menschenleben. In Deutschland sammelten die Linken in den 80er Jahren Geld unter dem Slogan „Waffen für El Salvador“ . Sie wollten mit dieser umstrittenen Aktion die FMLN in ihrem Kampf gegen das Regime unterstützen.

DER FILM

Auf der Berlinale läuft „Voces inocentes“ am 12. (17 Uhr) und 17. Februar im (11 Uhr) Zoo-Palast 4 und am 13. Februar (18.30 Uhr) im Colosseum. Offizieller Kinostart von „Voces inocentes“ in Deutschland ist der 21. April. Das ganze 14plus-Programm: www.berlinale.de tol

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