Werbinich : Was ist ein Hilfslehrer?

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Die GEW schlägt mal wieder Alarm. Aktuell warnt sie vor „Hilfslehrern“. Wer jetzt meint, es drohe die Bevölkerung der Schulen mit halbgebildeten Existenzen, irrt: Geplant ist lediglich, auch Diplom- oder Magisterabsolventen den Weg in die Schule zu ebnen, falls es nicht genug Bewerber mit Lehramtsstudium gibt. Diese so genannten Seiteneinsteiger sollen dann berufsbegleitend ihr Referendariat machen. Einziger Unterschied zu den herkömmlichen Referendaren: Die Seiteneinsteiger müssen bis zu sieben Stunden pro Woche zusätzlich unterrichten – falls sie sich das zutrauen. Sie können aber auch weniger unterrichten, wenn sie auf einen Teil des Gehalts verzichten, hieß es gestern aus der Bildungsverwaltung.

Nun wird abzuwarten sein, ob es überhaupt notwendig wird, viele Seiteneinsteiger zu holen. Noch gibt es mehr Lehramtsbewerber als freie Stellen. Es gibt aber auch Fächer, in denen sich ein starker Lehrermangel abzeichnet. Falls die Bildungsverwaltung hier versucht sein sollte, mutmaßlich ungeeignete Seiteneinsteiger zuzulassen, schlägt die Stunde der Schulleiter: Sie müssen die „Neuen“ fest im Auge haben, damit sie keinen Schaden anrichten. Die GEW könnte das Ihre dazu tun, hier ein bisschen Aufsicht zu spielen: Sie ist ja an jeder Schule vertreten. Und laut ist sie auch. sve

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