Werbinich : Wenn Sport Kultur ist, bin ich kultursüchtig

Henrik Hölzer[15 Jahre]

Kann man Sport eigentlich als Kultur bezeichnen? Das habe ich mich auch gefragt und deshalb eine kleine Umfrage gestartet. Und es kam ein interessantes Ergebnis heraus: Die meisten der weiblichen Befragten verneinten. Die Jungs hingegen denken an Sportevents, Fankultur und gemeinsames Abfeiern und finden: Klar ist das Kultur!

Wenn ich an Kultur denke, fällt mir zuerst der Besuch einer Galerie, einer Lesung oder eines Theaters ein. Zum Beispiel im Gorki das Kleistfestival mit einigen tollen Inszenierungen – das muss man mal erlebt haben! Manchmal flattert aber nicht nur die Theaterkarte ins Haus. Bei mir war es vor kurzem auch die Alba-Jahreskarte (von der ich, ehrlich gesagt, bis heute nicht weiß, wer sie mir hat zukommen lassen. Aber ich habe da so eine Ahnung – vielen Dank an dieser Stelle an den Alba-Jugendtrainer Shahriyar).

Für mich gehört Sport auf jeden Fall zu den wichtigen Punkten meiner Kultur. Kultur – egal ob klassisch oder sportlich gesehen – hat auch etwas mit Gewohnheit und einer Lebensweise zu tun, die man sich schon früh aneignet. Meine Begeisterung für den Basketball begann, als ich lernte, wie man den Ball am besten in den Korb wirft. Seitdem ist viel Zeit vergangen, aber ich bin dem Basketball immer treu geblieben – als Spieler und Schiedsrichter.

Was Sport- und Fankultur angeht, hat Berlin ja eine ganze Menge zu bieten, wobei das Beste der Livesport ist. In diesem Sinne bin ich kultursüchtig. Man kann sich natürlich ein bunt gemischtes Sportprogramm auch im Fernsehen anschauen. Eine Rugby-WM oder ein Biathlonwettkampf können dort durchaus spannend sein.

Aber absolut nichts kommt heran an die Atmosphäre eines Basketballspiels in der O2-World.

Alle fiebern mit, Spielentscheidungen fallen in den allerletzten Momenten, Sekunden werden entscheidend – und der Sportkulturabend ist perfekt.

Henrik Hölzer,15 Jahre

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