Wie kriegt man Jugendliche ins Museum? : Viel zu still hier...

In der Sammlung Scharf-Gerstenberg ist alles sehr leise, man traut sich kaum etwas zu sagen. Dabei sind die Bilder sehr interessant, findet Anni, 15 Jahre. Im Wettbewerb "Wünsch dir was" der Staatlichen Museen zu Berlin werden Ideen von Jugendlichen gesammelt, wie man Museen interessanter machen kann. Am 31.1. um 18 Uhr ist die Preisverleihung.

Anni Rohrer

An hohen grünen Wänden hängen Bilder von Paul Klee. Sie sind bunt und springen einen fast an. In den prunkvollen Rahmen kann man viele farbenfrohe geometrische Formen erkennen und weiß nicht genau, was das sein soll, bis man den Titel liest. Es gibt zum Beispiel ein Bild, das „Klassische Küste“ heißt. Es besteht aus vielen kleinen Punkten in verschiedenen Farben, und erst nach einer Weile kann man sich vorstellen, dass es ein Meer zeigen soll, das an einen Strand schwemmt. So ähnlich sind auch die anderen Bilder von Paul Klee. Man muss immer zweimal hingucken oder den Titel lesen, um zu verstehen, was er zeigen will.

Aber es gucken sich keine Jugendlichen oder Kinder die Bilder an, nur Erwachsene und ältere Leute. Dabei macht es Spaß, zu erraten, was Paul Klee zeigen will, um danach den Titel des Bildes zu lesen und zu gucken, ob man mit seiner Vermutung Recht hatte. Seit drei Jahren veranstalten die Staatlichen Museen zu Berlin deshalb einen Wettbewerb für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, in dem  möglichst gute Idee gesammelt werden, um Museen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass mehr Jugendliche in Ausstellungen gehen. Er heißt „Wünsch dir was“  und findet dieses Jahr in der Sammlung Scharf-Gerstenberg statt. www.wuenschdirwas.museum

Mir fällt viel ein, was man verbessern könnte. Im ganzen Museum ist es ruhig, ernst, und ich fühle mich, als könnte ich sehr schnell etwas falsch machen – wie in fast allen Museen. Dabei ist es interessant hier!

Es gibt nicht nur den Raum, in dem die Bilder von Paul Klee hängen. Im ganzen Museum sind Bilder von verschiedenen Künstlern ausgestellt. Aber der Saal von Paul Klee hat die buntesten Bilder, die anderen sind fast alle schwarz-weiß und dunkel. Viele der Künstler haben den Zufall entscheiden lassen, wie die Grundlage für ihr  Bild aussieht. So entsteht oft etwas Undeutliches. Viele Bilder sind Alptraumhaft, einige sehen aus, als habe sie ein Kind gemalt. Einige der Künstler haben Bilder gemalt, als sie betrunken waren deshalb sehen manche Gestalten so verzerrt aus und man erkennt vieles nicht.

Oft sind auf den Bildern von Goya, Dali, Max Ernst oder auch von Picasso Tod, Teufel oder andere Monster abgebildet. Mir machen die Bilder etwas Angst, sie sind aber auch erstaunlich, und man kann sie sich lange angucken, ohne dass einem langweilig wird.

Deshalb hoffe ich, das dieses Jahr viele gute Idee für die Verbesserung der Sammlung Scharf-Gerstenberg dabei sind, damit noch mehr Leute kommen, um sich Ausstellungen anzugucken.

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