Werbinich : Wind der Nacht

(19)

Diese Woche: Ophelia Shai

Sie sah, wie die Sonne unterging,

So vertraut hielt sie den Sand,

Den Sand ihrer Liebe.

* * *

Die Nacht war da,

Um sie zu schützen.

Die Nacht war da,

Um sie zu küssen.

Die Nacht war da,

Um ihr zuzuhören.

Die Nacht war da,

Um ihr Mut zu geben.

Die Nacht war da,

Um ihren Sand festzuhalten.

* * *

Sie stand am Ufer,

Ihr Antlitz war tief in ihrer Seele,

Die Tränen in ihren Augen

Waren verborgen.

Die Nacht ließ es regnen,

Sie merkte,

Dass die Nacht bei ihr war.

Sie spürte den Wind.

Der Wind rief ihr zu,

Ihre Engelsohren

Waren voller Hoffnung.

* * *

Öffnet ihre Hand,

War wie benommen,

Der Sand flog aus ihrer Hand

Sie sah,

Der Wind sah,

Wie die Liebe wegflog.

Starr stand sie

Und fragte sich,

Wo ihre Liebe war.

* * *

Der Sand war weg,

Aber ihre wahre Liebe

War tief in der Nacht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar