Wir müssen REDEN (61) : Meine Brille, mein Männer-Scanner

Welches Date ging mal in die Hose? Das fragte Ric Graf vorigen Freitag. Elena Senft antwortet ihm heute und verrät paar ganz einfache Regeln - ihre Date-Regeln.

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Hinter Glas. Elena liest nicht, sie guckt nach Männern.Foto: privat

Geht ein Date in die Hose, liegt es meist an schlechter Vorbereitung. Daher ist es ratsam, ein paar ganz einfache Date-Regeln einzuhalten. Eine Vorkehrung etwa ist es, sich nur in Lokalitäten zu verabreden, in denen man niemanden kennt. Denn nur so wird das Risiko minimiert, dass plötzlich jemand an den Tisch kommt und sagt: „Also, die Elena hättest du mal in den 90ern sehen sollen. Da hatte die eine Frisur wie Bonnie Tyler.“

Was gar nicht geht: Rucola!

Des Weiteren ist anzuraten, sich nicht zum Essen zu jemandem nach Hause einladen zu lassen. So nämlich hat man keinen Einfluss auf das, was man vor den Augen seines potenziellen neuen Partners essen muss. Denn jeder, der bei einer Verabredung schon mal mit dem Verzehr eines Rucolasalats beschäftigt war, weiß, dass Anmut anders aussieht. Dass Anmut nämlich kein fettiges Vinaigrette- Kinn hat und keinen Mund, aus dem widerborstige Rauke-Stängel ragen.

Was auch nicht geht: Regen!

Die wichtigste Regel allerdings ist es, bei Verabredungen in einer externen Lokalität immer zuerst da zu sein, damit man sich schon auf dem licht- und überblickstechnisch besten Platz drapieren kann. Lichttechnisch eignet sich am besten Abendsonne im Freien, weswegen man – bei wirklich aufrichtigem Interesse – Dates auf den Sommer verschieben sollte. Im Sommer ist man außerdem meistens dünner und man läuft nicht Gefahr, unterwegs von einem Unwetter überrascht zu werden und mit von Graupel zerstörter Frisur und nasser, müffelnder Kleidung in einem Café aufzulaufen.

Was immer geht: Sonnenbrille!

Der größte Vorteil des Dates im Sommer aber ist es, dass man eine Sonnenbrille tragen kann, während man wartet, die es ermöglicht, die ganze Umgebung nach der eintreffenden Verabredung abzuscannen, ohne dass dabei jemand sieht, dass man dies tut. Alle anderen – inklusive der Verabredung selbst – denken, man würde ruhig in der Sonne sitzen und ein Buch lesen. Trifft die Verabredung ein und tippt einem auf die Schulter, schaut man hoch und sagt so etwas wie „Huch?! Du bist schon da?!“, obwohl man jeden Schritt des Nahens bereits durch die Sonnenbrille beobachtet hat. Der Winter hat natürlich auch seine Vorteile: Man kann sich ausruhen.

Ric, zu ihr oder zu dir?

Nächsten Freitag antwortet Ric Graf wieder an dieser Stelle.

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