Werbinich : Zelten, lernen, klüger werden

Das Hochbegabtencamp geht in die dritte Runde

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Der Fährmann der Insel Scharfenberg hatte gestern wieder besonders viel zu tun: Zum dritten Mal startete das Hochbegabten-Sommercamp des Verbundes Nordberliner Schulen. 72 Schüler der vierten bis sechsten Klassen ließen sich morgens früh übersetzen, um eine Woche lang auf der Insel zu leben und zu lernen. Die Themen der neun vorbereiteten Experimente reichen von Pythagoras über Sonnenbeobachtung bis zur Geschichte der Hugenotten in Berlin.

Jeweils acht Schüler stürzten sich gleich morgens in die unterschiedlichen Projekte. Einige krempelten die Hosenbeine hoch und holten Wasserproben am Seeufer. Andere hielten sich in den Räumen der Schulfarm auf und untersuchten Mehlwürmer unter dem Mikroskop oder tauchten in die Welt der Rhythmen, weil sie besonders viel Spaß an der Musik haben. Zum größten Teil werden die Projekte von Lehrern des Humboldt-Gymnasiums geleitet, das schon im Jahr 2004 zusammen mit der Senatsverwaltung für Bildung maßgeblich an der Entwicklung der Idee des Hochbegabtencamps beteiligt war.

Das Gelände der Schulfarm auf der Insel Scharfenberg ist ideal für die Belange der Sommercamper, weil sie vor Ort zelten und somit noch jede Menge Ferienstimmung bewahren können. Allerdings müssen die Organisatoren des Camps für das nächste Jahr eine neue Lösung suchen: Wegen Bauarbeiten an der Schulfarm können die Hochbegabten nächstes Jahr nicht zu Gast sein. Ein neues Domizil ist bisher noch nicht gefunden. Aber die Suche ist schon angelaufen. sve

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