Welt : Wetter: Ein bisschen mehr Sonne - bitte

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Deutschland im Wechselbad. In Süddeutschland herrschen Unwetter, in Berlin und Brandenburg scheint mal die Sonne, mal werden die Menschen von Schauern überrascht. Das Wetter ist so wechselhaft, dass die Meteorologen große Mühe haben, verlässliche Vorhersagen zu machen. So gibt es in Berlin Gebiete, die weitgehend von Niederschlägen verschont bleiben. In anderen Bezirken schüttet es dagegen mehrmals am Tag.

Die Meteorologen machen ein wenig Hoffnung. Morgen sowie am Sonnabend könnte es noch ein wenig freundlicher werden, sagt Thomas Globig von Meteofax. Aber grundsätzlich muss immer mit kurzen Schauern gerechnet werden, auch und gerade wenn es längere Zeit sonnig war.

Schwere Regenfälle haben am Montagabend und am Dienstag in Bayern und Hessen, aber auch in Belgien und der Schweiz Schäden angerichtet. Die Unwetter mit teils heftigen Gewittern und Hagel entwurzelten Bäume und überfluteten Straßen und Keller. In den Hochwasser-Gebieten Schwedens entspannte sich die Lage dagegen. In Deutschland ist nach Angaben der Meteorologen auch in den nächsten Tagen nicht mit schönem Sommerwetter zu rechnen. Der Himmel bleibt vielerorts bewölkt, Schauer wechseln sich mit Gewittern ab. Der Türkei und Griechenland drohen indes nach der verheerenden Hitzewelle vor einigen Wochen erneut drückende Temperaturen bis zu 44 Grad.

In Teilen Bayerns mussten Feuerwehr und Polizei zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. In einigen Kellern stand das Wasser bis zu einem Meter hoch. Auf der Autobahn A 9 Nürnberg-Hof entstand bei sieben Aquaplaning-Unfällen ein Schaden von 140 000 Mark. In Hessen stand in der Nacht zu Dienstag die Innenstadt von Wetter bei Marburg unter Wasser. In Fritzlar löste der Regen einen Stromausfall aus.

In den Schweizer Kantonen Graubünden und Wallis mussten wegen heftiger Gewitter Straßen gesperrt werden. Auch in Oberösterreich gab es Unwetter und entwurzelte Bäume. In Belgien kam es in den Provinzen Ostflandern und flämisch Brabant zu Überschwemmungen. Im Binnenhafen von Gent wurde vorübergehend der Verkehr eingestellt. In Nord- und Mittelschweden ist die Hochwasserlage dagegen nach Behördenangaben unter Kontrolle. Der schwedische König Carl XVI. Gustaf besuchte nach den Unwettern der vergangenen Tage obdachlos gewordene Menschen in der Provinz Norrland. Straßen und Gleise sind noch unterbrochen.

In Griechenland droht zum zweiten Mal in knapp vier Wochen große Hitze. Für Mittwoch und Donnerstag sagen die Meteorologen bis zu 43 Grad voraus, bevor die Werte am Wochenende wieder fallen. Notdienste sind in Alarmbereitschaft. Heiße Winde aus Afrika könnten die Brände in vielen Teilen des Landes wieder entfachen, warnen Experten. In der Türkei stiegen die Temperaturen am Dienstag auf 40 Grad und sollen in den nächsten Tagen im Süden des Landes bis zu 44 Grad erreichen.

In Deutschland sind die Aussichten dagegen nicht sehr sommerlich. Am heutigen Mittwoch haben nur die Menschen im Rheinland, in Hessen, Thüringen und Sachsen Aussicht auf freundlicheres Wetter.

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